Weiße Fliege ( Aleyrodoidea )
Beschreibung
Diese Parasiten gehören nicht zu den Fliegen sondern zu den Mottenschildläusen. Sie besitzt einen hellgelblichen
Körper der etwa 1,5mm lang ist und ebenso wie ihre Flügel mit einem weißen Wachs überzogen ist. Durch ihren
großen Flügel (Spannweite bis zu 5mm) wird sie ihrem Erscheinigsbild nach eher den Fliegen zugerechnet. Die Larven
sind gelbgrün und etwa 1mm groß.
Biologie
Die Weibchen legen in der warmen Jahreszeit 4 bis 7 etwa 0,1 mm große, gelbgrüne, gestiehlte Eier an der Unterseite
ihrer Wirtspflanze ab. Die geschlüpften Nymphen bleiben auf der geschützten Blattunterseite und saugen
Pflanzensaft.Sie häuten sich mehrfach und im vierten Stadium verpuppen sich die Larven in einer ovalen Puppenhülle,
die ebenfalls mit Wachs überzogen ist.
Je nach Temperatur schlüpfen die neue Generation nach etwa 2 Monaten (16° C), 1 Monat (24° C) oder nach
2 Wochen (28° C).
Bevorzugte Pflanzen
Tomaten, Kohl, Fuchsien, Hibisken, Geranien, Weihnachtsstern, Primeln, Azaleen
Sie befällt etwa 250 Pflanzenarten aus 84 Pflanzenfamilien
Schadensbild
Durch das Aussaugen des Pfanzensaftes kommt es bei starkem Befall zu Verkümmerung des Blattwachstums und durch
die Ausscheidung von Honigtau kann es zu Befall mit Rußpilzen kommen. Die Pflanze wird geschwächt und kann eingehn.
Durch das Saugen können aber auch Viruskrankheiten übertragen werden.
Vorbeugende Bekämpfung
Gelbtafelfallen
Luftiges, leicht zugiges stellen der Pflanzen.
Bekämpfung
Bei Befall kann mit Spruzit von Neundorff (Wirkstoff Pyrethrum / Rapsöl), Lizetan von Bayer (Wirkstoff Imidacloprid),
Careo von Celaflor (Wirkstoff Acetamiprid), Axoris von Compo (Wirkstoff Thiamethoxam / Abamectim), der Parasit
bekämpft werden.
Ebenfalls kann in der warmen Jahreszeit eine rein biologische Bekämpfung mit der Schlupfwespe
Encarsia formosa oder der Raubwanze Macrolophus caliginosum vorgenommen werden.
Michael Bantner
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