Trauermücke

( Sciaridae )

Beschreibung

Diese Parasiten gehören zu den Insekten und der Unterordnung Mücken. In Europa sind etwa 600 Arten beschrieben, insgesamt werden mehr als 8000 Arten vermutet. Die Mücken haben einen schlanken Körper mit einer Länge von 1 bis 7 mm. Ihren Namen verdanken sie ihrer dunkler Körper und Flügelfärbung. Die Larven sind schlank gebaut und von hellgrauer Farbe und sind je nach Art zwischen 0,5 und 2 mm groß.

Biologie

Die Weibchen legen etwa 200 ungefähr 1 mm große, durchsichtige Eier in der Erde ab, wo die Larven nach 7 bis 8 Tagen schlupfen. Diese Larven fressen die Wurzeln der Wirtspflanze und können durch ihr massenhaftes auftreten zu großen Schäden führen können. Die Trauermücken selbst sind nur lästig, sie saugen nur Flüssigkeit und sterben ca. 5 Tage nach der Schlüpfung.

Bevorzugte Pflanzen

Fast alle Pflanzen

Schadensbild

Die Larven fressen die Wurzeln der Wirtspflanze. Die Pflanze wird geschwächt und geht ohne Bekämpfung der Trauermückenlarven ein. Bei Keimlingen und Sämlingen kann es zum umkippen kommen da ohne Wurzeln kein Halt mehr gegeben wird. Zudem sind die Frassstellen Eintrittsöffnungen für Keime und Pilze.

Vorbeugende Bekämpfung

Gelbtafeln verwenden.
Eine dickere Quaezsandschicht auf die Blumenerde geben und die Gießlöchen immer wieder verschliessen. Die Larven werden aber auch von unten in die Wasserabzugslöcker der Blumentöpfe gelegt, deswegen unten eine dickere Schicht Seramis oder Kies in die Blumentöpfe einbringen

Bekämpfung

Bei Befall kann mit Bi 58 von Compo (Wirkstoff Dimethoat), Lizetan von Bayer (Wirkstoff Imidacloprid), Careo von Celaflor (Wirkstoff Acetamiprid), Axoris von Compo (Wirkstoff Thiamethoxam / Abamectim), der Parasit bekämpft werden.

Ebenfalls kann in der warmen Jahreszeit eine rein biologische Bekämpfung mit den Nematoden Steinernema feltiae oder Neudomück von Neidorff ( Bacillus thuringiensis israelensi vorgenommen werden.

Michael Bantner
Ein Service von Fuchsienfreunde.de