In Santo Domingo wurde die Gattung 1696 von dem Paulaner-Pater und Botaniker Charles Plumier entdeckt und beschrieben. Die von ihm entdeckte Art benannte er nach dem deutschen Botaniker Leonhart Fuchs (1501-1566) Fuchsia triphylla flore coccineo, was übersetzt etwa dreiblättrige Fuchsie mit scharlachroten Blüten bedeutet. Carl von Linné übernahm die ersten zwei Wörter, als er 1753 das System der binären Pflanzennamen begründete und nannte die Art Fuchsia triphylla. Seitdem trägt die Gattung die Bezeichnung Fuchsia.
Die meisten Fuchsienarten wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckt und vor allem nach Großbritannien eingeführt. Wegen des Interesses, das Gärtner diesen Pflanzen entgegenbrachten, rüsteten größere Gärtnereien sogar eigene Expeditionen aus, um neben anderen Pflanzen auch neue Fuchsien nach England zu bringen. So wurde beispielsweise der Botaniker und Forschungsreisende William Lobb von der Firma Veitch and Sons in Exeter nach Südamerika gesandt. 1821 gelangte die aus Neuseeland stammende Fuchsia excorticata erstmals nach Europa, 1823 folgte Fuchsia aborescens und 1827 Fuchsia microphylla. Der deutsche Botaniker Karl Theodor Hartweg sammelte von 1836 bis 1843 im Auftrag der Royal Horticultural Society in Mittelamerika und sandte unter anderem Fuchsia splendens und Fuchsia fulgens nach Europa. Mitte des 19. Jahrhunderts zählten die Botaniker bereits 64 reine Arten. Verschiedene, damals als Art klassifizierte Pflanzen werden heute jedoch als Form anderer Arten angesehen.
Die von Plumier entdeckte und beschriebene Fuchsia triphylla war nicht als lebende Pflanze nach Europa gelangt. Auf seiner Rückreise hatte er Schiffbruch erlitten und dabei alle gesammelten Pflanzen verloren. Seine Aufzeichnungen, die die Grundlage für sein 1703 veröffentlichtes Buch Nova Plantarum Americanum Genera bildeten, waren mit einem anderen Schiff nach Europa gesandt worden. Zwischen 1728 und 1732 hatte der schottische Botaniker William Houstoun Samen dieser Art gefunden und nach Großbritannien geschickt. Die daraus gezüchteten Pflanzen gingen jedoch alle wieder verloren. Erst 1873 wurde Fuchsia triphylla an ihrem erstmaligen Fundort in Santo Domingo durch Thomas Hogg wiedergefunden, der erneut Samen sammelte. Gärtner der Kew Gardens zogen aus diesen Samen Pflanzen. Fuchsia triphylla ist seitdem in Fuchsiensammlungen von Privatpersonen und Botanische Gärten vertreten. Bedeutender als die Kultivierung der reinen Art ist jedoch ihr Anteil bei der Züchtung von sogenannten Traubenblütigen Fuchsien, die alle Fuchsia-triphylla-Hybriden sind.
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