Fuchsienrost
( Pucciniastrum epiobii )
Beschreibung
Pucciniastrum epiobii gehört zu den Rostpilzen und ist ein heterözischer Rostpilz, das heisst er wechselt in seiner Entwicklung den Wirt. Diese Krankheit wurde erstmals 1918 wissentschaftlich beschrieben.
Biologie
Der Fuchsienrost überlebt als Spore im Boden. Diese Sporen infizieren im Frühjahr Weidenröschen die als Zwischenwirte für diesen Parasitenpilz dient. Die Sporen der Rostpilze die im Weidenröschen ihre Entwicklung durchlaufen haben infizieren ihrerseits wieder Fuchsien. Diese Form kann nun von Fuchsie zu Fuchsie springen. Der geringste Windhauch, das Abstreifen durch Kleidung, Hände oder Insekten reicht aus um andere Fuchsien zu infizieren.
Bevorzugte Pflanzen
Fuchsien
Vorbeugende Bekämpfung
Die Pflanzen locker aufstellen und genügend Luft zwischen den einzelnen Pflanzen lassen, sowie Vermeidung von zu hoher Luftfeuchtigkeit zwischen den Pflanzen. Neu zugekaufte oder geschenkte Pflanzen zuerst isolieren. Weidenröschen in der näheren Nachbarschaft mit den Wurzeln entfernen Vorbeugend kann mit Pflanzenstärkungsmitteln gegossen werden z.B, Schachtelhalmextrakt. Diese stärken die Zellmenbranen, so das der Pilz schlechter in die Zellen eindringen kann.
Bekämpfung
Befallene Fuchsien sind sofort in Quarantäne zu stellen und bei fortschreitendem Befall zu entsorgen. Infizierte Blätter entfernen und am besten sofort verbrennen. Ist dies nicht möglich nicht auf dem Biomüll entsorgen, sondern in den Restmüll geben. Bekämpfung mit den Pilzmitteln Saprol von CELAFLOR (Wirkstoff Triticonazol), Ectivo von CELAFLOR (Wirkstoff Myclobutanil), Baymat von COMPO (Wirkstoff Bitertanol), Ortiva von Syngenta (Wirkstoff Azoxystrobin), Polyram WG von Syngenta (Wirkstoff Metiram), Diathane Ultra WG von Spiess-Urania (Wirkstoff Mancozeb).
Eimaliges spitzen nützt nichts, es ist zweimal im Abstand von 8 Tagen und anschließend nochmal zweimal im Abstand von 14 Tagen gespritzt werden.
Michael Bantner
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